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Frische Schuhdesigner und die Frage nach dem Suchtpotential

Schuhe sind für Frauen mehr als nur Beinwärmer. Schuhe sind Ausdruck eines Lebensgefühls, Spiegel der Persönlichkeit … und natürlich Aushängeschild des monatlichen Taschengeldes. Absolute Schuh-Ikone ist allen voran natürlich „Sex and the City“-Darstellerin Sarah Jessica Parker. Die Blondine spielt in der New Yorker Trendserie eine erfolgreiche Autorin, welche ein Faible für Designerschuhe hat. In einer Folge wird berichtet, dass Carrie (Parkers Serien-Pendant) in einem Jahr über 20.000 Dollar in Schuhe investiert hat. Eine Summe, auf die Ottilie Normalverbraucherin nur neidisch sein kann. Laut einer Umfrage geben zehn Prozent der deutschen Frauen im Monat über 150 Euro für Schuhe aus. Amerikanerinnen hingegen bringen es nur auf 50 Euro monatlich. Wer einen Schuh erst einmal hat, gibt ihn so schnell nicht mehr her: 38 Prozent aller deutschen Frauen besitzen über 25 Paar Schuhe. Grund für die Anhänglichkeit: Schuhe kommen öfter wieder in Mode als Kleidung. Der Wunsch, dass die pinken Cowboystiefel in ein paar Jahren wieder Trend sind, ist also nicht völlig unbegründet.

Die Frage ist: warum sind Frauen so scharf auf Schuhe? Kleidung wird immer gern gekauft, das ist kein Geheimnis, aber warum entwickelt sich bei Schuhen ein regelrechter Wahn?

Oft hört man den Spruch: Schuhe sind Seelentröster – sie passen auch bei zwei Kilo mehr auf den Rippen. Da ist wohl was wahres dran: selbst, wenn man in tolle Kleider und Hosen nicht mehr hereinpasst: die Schuhgröße verändert sich nicht. Außerdem haben sich Schuhe in den vergangenen Jahren immer mehr zu Trendobjekten entwickelt. Wer ausgefallene oder besonders teure Schuhe trägt, besitzt quasi den Eintrittsschein in die High Society. Immer jüngere und unbekannte Designer werden jetzt zu Geheimtipps. Namen wie Charlotte Olympia oder Rupert Sanderson lösen bei Fashionistas große Wellen der Begeisterung aus.