Artikel-Schlagworte: „Parfum“

Chanel No. 5 – Interessante Fakten


©Anyka - Fotolia.com

©Anyka - Fotolia.com

Alle 30 Sekunden kauft jemand weltweit das Parfum Chanel N° 5‘. Wer hätte das vor 90 Jahren jemals vermutet? Als das Parfum 1921 auf den Markt kam, wusste kein Mensch, womöglich auch nicht Coco Chanel persönlich. Es ist der erfolgreichste Duft der Welt. Grund genug, um sich mit dem Geheimnis des Duftes auseinanderzusetzen. Dies dachte sich auch der Kulturhistoriker Tilar J. Mazzeo und stellte eine Liste zusammen, auf die er die Gründe für den den Erfolg des Flakons zurückführt.

Der Name der Parfums resultiert aus den Glückszahl der großen Liebe der Erfinderin. Zudem stellte Coco Chanel ihre erste Kollektion am 5. Mai vor. Der Parfumeur von Coco Chanel hatte ihr verschiedene Versionen des Parfums vorgestellt. Sie entschied sich für den fünften Vorschlag. 

Ein weiteres Geheimnis des Parfums ist die Verwendung von Aldehyde. Dadurch, dass Madame Chanel die anderen Parfums zu schwer erschienen, hatte der Kreateur Aldehyde beigemischt. Das war am Ende ausschlaggebend für den Duft. Dieser Duft besteht aus synthetischen und natürlichen Stoffen. Aldehyde riecht nach Zitrone, welche man auf Erdbeeren tröpfeln lässt.

Ein anderer Stoff ist Jasmin. So gebraucht Chanel in jedem Jahr ca. 20 Tonnen Jasminblüten für den Duft.

Mit Chanel N° 5′ verbindet man Coco Chanel. Sie war die erste Modeschöpferin, die neben einer Modelinie, auch einen Duft herausgebracht hat. Es sollte ihre Person hervorheben und sie präsentieren, ebenso wie ihre Modelinie. Ein Mix aus den Farben Schwarz und Weiß begleitete all ihre Kreationen.

Ein weiterer Grund für den unermesslichen Erfolg ist die der Schriftzug der Kollektion aus dem Jahr 1959. Sie nannte sie “Chanel becomes the woman you are”. So soll die Kleidung und auch das Parfum von Coco Chanel die Frau nicht verkleiden, sondern die Frau und ihren Stil unterstreichen. Durch die Kleidung und das Parfum wird die Frau betont, die sie auch tatsächlich ist.

Das richtige Parfüm

Das Parfüm ist eines der wichtigsten Beauty-Produkte, denn vieles läuft über die Nase ab. Auch wenn wir das im Alltag nicht unbedingt merken, bei einer Begegnung mit einem Fremden entscheidet in erster Linie unsere Nase, ob wir ihn riechen können oder nicht. Bei der Wahl des Parfüms gilt es deshalb einiges zu beachten.

Oft passiert es, dass ein frisch gekaufter Duft, der im Laden noch so gut gerochen hat, plötzlich doch nicht mehr gefällt. Das liegt daran, dass Parfüms aus verschiedenen Komponenten besteht: Die Kopfnote, die Herznote und die Basisnote. Der erste Geruch, der uns in die Nase steigt, ist die Kopfnote eines Duftes, die Herz – und die Basisnote entfalten sich erst nach einer gewissen Zeit. Es gilt also, nicht voreilig zuzuschlagen, am besten wird das Parfüm auf einem Papierstreifen gesprüht, um nach zehn Minuten noch einmal überprüft zu werden.

Ist das neue Lieblingsparfüm dann erst einmal gefunden, muss es nur noch an der richtigen Stelle platziert werden. Richtig sind Stellen, an denen das Blut pulsiert. Das wären also zum Beispiel die Handgelenke, der Nacken oder der Ellenbogen. Vorsicht sollte auch bei der Dosierung walten, zuviel ist eher kontra-produktiv.

Für die Experimentierfreudigen ein Tipp: Jeder kann sein eigener Parfümeur werden. Zwei oder drei Düfte miteinander kombiniert werden zu einem ganz neuen, eigenen Erlebnis. Eine Grundregal dabei ist aber, keiner verschiedenen Duftfamilien miteinander zu mischen. Ein fruchtiger Duft passt nicht zu einem vanilligen. Auch sollten nur leichte Düfte miteinander kombiniert werden, ein starker, orientalischer Geruch ist in der Regel schon schwer genug.

Inzwischen ist es sogar wissenschaftlich bewiesen: Bestimmte Düfte können Menschen milder stimmen. Ein sanfter frischer Blumenduft zum Beispiel soll ablehnende Haltungen des Gegenübers verhindern oder abmildern können.