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In Zukunft Stevia statt Zucker?

©petrabarz - Fotolia.com

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Zucker schmeckt, dass ist keine Frage, hat aber auch viele Nachteile. Gesund ist er weder für die Zähne, schließlich kann man Karies davon bekommen, noch für die Figur. Der Kaloriengehalt von Zucker ist sehr hoch. Was wäre aber, denn wir die Süße des Zuckers “herausfiltern” könnten und die schlechten Eigenschaften nicht vorhanden wären?

Tatsächlich gibt es so etwas – Stevia heißt das Zauberwort. Die Stevia-Pflanze wird in Südamerika schon seit Jahrhunderten zum Süßen von Getränken und Speisen verwendet und ist ungefähr 300 Mal süßer als der herkömmliche Zucker. Auch Japan, Korea und China nutzen die süßen Eigenschaften der Pflanze schon lange. Nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit das Süßungsmittel im letzten Jahr für unbedenklich einstufte, ist es nun nach langer Diskussion auch in Deutschland zugelassen. Der Stevia-Süßstoff, welcher aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen wird ist kalorienfrei und auch für Diabetiker geeignet. Er soll außerdem auch heilende Wirkungen haben und wird in manchen Ländern auch in Shampoos oder Hautpflegemitteln verwendet. Ist nun also zukünftig ein Schlemmen ohne Reue erlaubt? Immerhin greift Stevia weder Figur noch Zähne an. Trotzdem gibt es sicher einige Nachteile, denn die sind gewissermaßen bei allem auf der Welt mehr oder weniger vorhanden.

Zunächsteinmal der trügende “Bio-Effekt”. Da immer wieder von der Stevia-Pflanze gesprochen wird, kommt oft der Trugschluss auf, dass Stevia als rein pflanzliches Süßungsmittel nur gesund sein kann. Da der Herstellungsprozess aber alles andere als natürlich abläuft, kann Stevia dieser Bezeichnung nicht standhalten. Wie auch andere Süßstoffe hat Stevia außerdem einen Eigengeschmack. Viele sprechen von einem leicht metallischen, bitteren Nachgeschmack. Auch diesen Nachgeschmack versucht die Industrie auf Hochtouren irgendwie zu entfernen. Es ist also eindeutig, dass hier nicht mehr allzu viel Natürlichkeit übrig bleibt.

Auch die psychologsiche Wirkung sollte nicht ganz außer Acht gelassen werden. Die wird nämlich durch Stevia negativ beeinflusst. Essen wir Zucker wissen wir, dass wir ihn nur in Maßen genießen sollten – Stevia dagegen könnte uns vermitteln, dass wir so viel Süßes essen können wie wir wollen. Bekannt ist aber schon lange, dass alles nur in Maßen gesund sein kann.

Letztendlich kann der Stevia-Süßstoff also zukünftig den Zucker sicher nicht ersetzen. Trotzdem könnte er eine echte Alternative für Diabetiker werden. Vielleicht stehen auch zukünftig eher seine heilenden Kräfte, statt seiner süßen Eigenschaften im Fokus.