Schokolade – Gesund?

©Knut Wiarda - Fotolia.com

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Immer wieder versuchen Wissenschaftler Laster zu gesundheitsförderlichen Wohltätern des Menschen zu verklären. Das fing beim Wein an. Damals sagte man, dass ein Glas Wein gut für das Herz sei. Dass der positive Effekt eines täglichen Glases Wein auf das Herz so minimal ist, dass es in keinem Verhältnis zu den negativen Effekten eines Glases Wein auf diverse andere Körperorgane hat, wird dann immer gerne verschwiegen. Vor allem bei jenen Lastern, denen auch in der besseren Gesellschaft gerne gefrönt wird, will die Forschung immer wieder Unkraut zu Weizen verklären.

Das ewig leidliche Thema ist da wohl die Schokolade. Irgendwie liebt sie jeder zweite und doch hat er ein schlechtes Gewissen, wenn er wieder mal eine ganze Tafel verputzen musste, weil er sich nicht halten konnte. Vor allem Frauen hätten gerne einen guten Grund, dieser hemmungslosen Passion weiterhin nachgehen zu dürfen und sich statt Schuldgefühlen lieber gute Gedanken über ihre gesundheitsförderlichen Praktiken zu machen.

Daher schaffte man es irgendwann hervorzuheben, dass Schokolade Glücksgefühle freisetzt, die nicht nur der Stimmung sondern auch der Konzentration zuträglich sind. Der beinhaltete Zucker fördert die Konzentrationsidee. Aber das war den Frauen nicht genug. Jetzt ist das Herz dran. Angeblich haben tägliche Schokoladenkonsumenten ein geringeres Risiko einen Schlaganfall (bei Frauen seltener als bei Männern) zu erleiden.

Wer die Vorteile der Schokolade nutzen will, ohne sich selber was vorzumachen und darunter pummelig zu werden, dem sei nahegelegt, dass dunkle Schokolade mit einem möglichst hohen Kakaoanteil die eigentlich geeigneteste Lösung wäre. Allerdings schmeckt diese etwas bitter und keineswegs sahnig. Also sei man auf der Hut worum es überhaupt geht. Gesundheit oder Schlemmerei?

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