Archiv für die Kategorie „Trendige Styles“

Dirndl kaufen oder selbst nähen?

©by-studio - Fotolia.com

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In Österreich und Bayern ist das Dirndl im Kleiderschrank keine Ausnahme. Volksfeste, Umzüge oder Tanzgruppenauftritte bieten die Möglichkeit sich im Trachtenlook zu präsentieren. Auch das Angebot ist dementsrechend groß. Da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, ist die Modellauswahl mittlerweile sehr groß geworden. Mini-Dirndl oder Midi-Dirndl in dezenten oder kräftigen Farben aus Baumwolle, Leinen oder Seide – die Auswahl ist groß und hält sicher für Trendliebhaber oder aber auch für Damen mit klassischen Geschmack etwas bereit.

Wer jedoch schon eine ganz bestimmte Vostellung im Kopf und Spass an der Handarbeit hat, der kann sich sein Dirndl auch einfach selbst nähen. Natürlich gehört Kreativität und ein bißchen Können sowie Geschick dazu, damit sich der Aufwand lohnt. Für Frauen die einen hohen Wert auf Individualität legen, nicht das Gleiche wie andere tragen wollen oder einfach eine ganz bestimmte Vorstellung im Kopf haben, ist das Nähen eines eigenen Dirndls genau das Richtige.

Wer damit noch keine Erfahrung hat und ein paar Ideen sammeln möchte, wird in der Hobbyabteilung der Buchhandlung schnell fündig. Einige Bücher haben sich ausschließlich dem Entwerfen und Nähen von Dirndl oder andere Trachtenmode gewidmet. Jutta Kühnle hat sich zum Beispiel in ihren Büchern Das Alpenchic Dirndlbuch und Das Alpenchic Nähbuch, ausführlich mit der Thematik beschäftigt. In ihrem Werk werden alle Entwürfe Schritt für Schritt erklärt, sodass es auch für Anfänger kein Problem sein sollte ein Dirndl zu nähen. Kühnle kümmert sich außerdem um die Accessoires und stellt viele schöne Ideen zum nachmachen vor.

Wer mit der Handarbeit nicht ganz so viel am Hut hat, der wird aber sicher auch in der Modewelt fündig. In Bayern und Österreich gibt es viele Geschäfte, in denen ausschließlich Tracht verkauft wird. Wem dieser Weg zu weit sein sollte, der kann heutzutage eine sehr große Auswahl an Trachtenmode online bestellen.

Berliner Funkel-König: Glööcklers erste Modenschau

©Celso Pupo - Fotolia.com

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Es funkelte und glitzerte an diesem Abend des 11. Januar. Vor allem der Stargast Modeprinz Glööckler, denn er selbst war so etwas wie ein wandelndes Glitzersteinchen. Ein Meer aus Funkelsternchen zierte Körper und Gesicht. Der Paradiesvogel Glööckler feierte zusammen mit seiner Kollegin Sarah Kern und vielen anderen Prominenten seine Kollektion für das Versandhaus Bonprix im Berliner Edelclub Felix.

Luxus zum kleinen Preis, das möchte der Modedesigner seiner weiblichen Kundschaft bieten und entfacht damit ein Gesprächsthema unter den Promis, welches sonst wohl eher anders herum verläuft. Statt mit den hohen Preisen ihrer Designerstücken zu prahlen, wurde nun darum gebuhlt, wer wohl das beste Designerschnäppchen ergattert hätte.

Glööckler, der an diesem Abend nicht von seinem Lebensgefährten begleitet werden konnte, weil dieser mit einem Bandscheibenvorfall das Bett hüten musste, galt unter den Gästen als schillernde Persönlichkeit, mit Charme und Charisma. Die Schlagersängerin Christina Bach sieht im Mode-Prinzen von Berlin einen warmherzigen und gleichzeitig kreativ verrückten Menschen, bei dem genau diese Mischung das menschliche ausmache, was sie so an ihm mag.

Zum Auftakt der Show gab es eine kleine Balleteinlage. Gezeigt wurden Röcke mit Pünktchen, Kostüme im Leopardenlook und viele Teilchen mit Strass und Golddruck – So wie wir Harald Glööckler eben kennen. Mit viel Jubel und Beifall bekam Glööckler zum Abschluss seiner Show einen großen Blumenstrauß überreicht.

Auch Casting-Direktor Rolf Scheider äußerte sich positiv. Glööckler ist für ihn der “König von Berlin, der Kaiser von Potsdam”, einfach jemand der glamouröse Mode zu einem Preis macht, den sich nicht nur Frauen mit reichem Ehemann leisten können.

Glööckler selbst weiß, dass er nicht nur Fans hat, sondern polarisiert. Für ihn ist die Sache jedoch ganz einfach: Wer seine Mode mag, soll sie tragen, wer nicht, der halt nicht.

Designerbetten

© stock_for_free - Fotolia.com

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“Wie man sich bettet, so liegt man”. Diese Redensart, verdeutlicht, was der Volksmund schon lange erkannt hat. Die Wahl der Schlafoberfläche, also die Wahl des Bettes, ist unmittelbar mit dem Liegekomfort verknüpft. Schlaf ist in dieser, unserer hektischen Zeit ein rares Gut geworden, welches oftmals unmittelbar über Erfolg und Glück im Leben entscheidet. 

Deshalb liegt es nahe, bei der Wahl des richtigen Bettes, sowie allen anderen Dingen, die zu einem erholsamen und gesundem Schlaf beitragen, nicht knausrig zu sein. Denn sparen, so wichtig diese Tugend auch ist, sollte man nicht am falschen Ende. 

Designerbetten verbinden Schlafkomfort mit ausgeklügelten ästhetischen Konzepten, welche es möglich machen Gesundheit und Stil zu verbinden. Ein Bett muss, um nicht sperrig zu wirken, perfekt auf die Umgebung des Schlafzimmers angepasst werden. Da weniger bekanntlich manchmal mehr ist, fahren die meisten Bettendesigner eine minimalistische Stilrichtung. Im Mittelpunkt des Designs steht die richtige Auflage für die Matratze, die das Kernstück des Bettes bildet. Zwar können diese Matratzen günstig in einem der großen Einrichtungsgeschäfte erworben werden, ratsam ist allemal einen Heller mehr für ein ergonomisches Expemplar auszugeben, dass Rückenproblemen gekonnt vorbeugt.

Neumodische Bettgestelle treten zugunsten der Raumbalance zurück. Schlichte Holzrahmen, die in ihrer Einfachheit zu beeindrucken wissen, lassen das Schlafzimmer wie aus einem Guss wirken. Dies vermittelt neben Komfort auch eine Form von Behaglichkeit und Sicherheit, denn dem Schlafzimmer sollte vor allen anderen Räumen der Wohnung ein Gefühl von Privatsphäre, etwas ganz eigenem eben, anhaften. 

Das Bettgestell, dass von guten Designern nur mit den besten Materialien angefertigt wird, harmoniert also durch Farben individueller Wahl mit dem Rest des Raumes. Um die Raum-Bett-Balance bis ins kleinste Detail zu perfektionieren, stimmt im Idealfall auch die Bettwäsche mit Farbe und Stil des Bettes überein. 

Farben kombinieren

Wer sich – vor allem im Winter – nicht grau in grau kleiden möchte, kann gerne bunte Outfits tragen. Das peppt die tristen Tage auf und verbessert die Stimmung. Welche Farbtöne miteinander harmonieren, welche Kombinationen lieber zu vermeiden sind und welche Farben zum Teint passen sind dabei die essentiellen Fragen.

Wer kein ästhetisches Chaos anziehen möchte, sollte sich auf den “harmonischen Farbkreis” beziehen. Dieser stellt die unterschiedlichen natürlichen Farbabstufungen dar. Die drei Primärfarben Rot, Blau und Gelb bilden den Mittelpunkt, die Sekundärfarben Grün, Orange und Violett umranden sie. Aus der Mischung aus den Primär- und Sekundärfarben ergeben sich wiederum sechs chromatische Abstufungen. Daran kann man sich orientieren, um zu entscheiden, welche Farben zusammenpassen. 

Zudem sollte man ein paar Grundregeln beachten: Der Silhouette soll mit der richtigen Farbwahl eine vorteilhafte Linie verliehen werden. Deshalb sucht man sich am besten eine dominante Farbe, die von anderen Farbtönen dezent begleitet wird. Man sollte grundsätzlich nie mehr als drei Farben tragen, um einen ungewollten Clown- oder Hippie-Effekt zu vermeiden. Schwarz, weiß und grau harmonieren mit den meisten Farben, sie können immer eingesetzt werden, um eine Hauptfarbe zu unterstreichen oder zu bändigen. Generell gilt: Helle und knallige Farben für’s Oberteil, Hosen und Röcke lieber dunkel halten, sonst trägt das Outfit auf. 

Auch der Hauttyp ist entscheidend für die Farbwahl. Zu einem dunklen Teint und braunen Haaren passen warme Farben wie Rosa, Orange und rot sehr gut, aber auch grün und beige oder pflaume. Ein heller Teint und blondes oder rötliches Haar passen am besten zu schwarz und weiß, braun und rot, lavendel und grau. Aber auch kalte Farben heben hier Gesicht und Augen hervor. 

Der Marine-Look

Marine-Look © fotoexodo - Fotolia.com

Marine-Look © fotoexodo - Fotolia.com

Möchtegern-Seefahrer dürfen sich freuen: im nächsten Frühjahr und Sommer ist der Marine-Look wieder angesagt. Die Kleidung wird rot, blau und weiß gestreift, die Accessoires werden mit Ankern und Steuerrädern zugepflastert. Ganz Mutige können sich auch gern eine Kapitäns-Mütze auf den Kopf setzen, um zu zeigen, wer das Segel im Griff hat. 

Der Marine-Stil kommt immer wieder, weil er so vielseitig einsetzbar ist. Die Farbkombi lässt sich sowohl auf elegant als auch auf sportlich stylen. Ausserdem wirkt der Trend frisch und dynamisch. Leider hat dieser Style auch ein großes Manko: Querstreifen tragen auf! Doch auch hier ist Abhilfe geboten: Je feiner und weiter auseinander die Ringel sind, desto weniger gehen sie in die Breite. Hosen kommen meist längs gestreift daher, in weiß-blau wirkt das Bein schön schlank und lang. Dazu kombiniert man am besten ein rotes Oberteil und Segelschuhe, dann sieht man erfrischend nach Urlaub am Meer aus. Eleganter wirkt das Outfit mit roten oder cremefarbenen Lack-Peeptoes.

Noch edler ist der Marine-Look, wenn man ein weißes Ballonkleid, das die typischen Streifen nur auf dem Rockteil trägt, mit einer glitzernden Ankerbrosche und bei frischer Brise mit einem Kurzjacket kombiniert.

Für einen Tag am Strand perfekt geeignet: Dunkelblaue Stoff-Shorts, ein schlichtes, weißes Tanktop und ein kurzes Jeansjäckchen. Dazu trägt man am besten goldene Sandalen und setzt mit roten Accessoires Akzente.  Wer den Style dezenter einsetzen möchte, der kann Ringelshirts in den entsprechenden Farben zur Skinny-Jeans tragen und ein paar versteckte und thematisierte Highlights setzten, zum Beispiel Haarspangen oder eine Brosche. 

Zum Marine-Look passt auch immer eine große Strandtasche, am besten blau-weiß gestreift oder aus Bast. 

Trachten im Fläming

Tracht © fotoexodo - Fotolia.com

Tracht © fotoexodo - Fotolia.com

Viele alte Dokumente und Erzählungen, sogar Märchen, berichten von Völkern und Bräuchen einer älteren Zeit, die, obwohl bei Weitem nicht so lange her wie manch andere, heute in breiten Teilen des Landes unbekannt sind. Viele alte Sprachen und frühere Dialekte finden in der modernen Zeit keinen Gebrauch mehr und werden kaum noch überliefert. Auch traditionelle Speisen gehören nicht mehr wie früher bestimmten Regionen an, die auch durch markante Kleider unterschieden wurden. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, auf Volksfesten noch heute jene Kleidung vorzufinden, die Regionen und Völker noch vor einiger Zeit charakterisierte.

Nicht nur im bayerischen Raum sind Trachten und Dirndl traditionell, auch in anderen Bereichen Deutschlands werden heute immer noch Trachten getragen. So finden auch bestimmte Dialekte, wenn auch immer seltener, zum Teil kaum merkbar Einzug in den Sprachgebrauch. Sogar Theodor Fontane, der weite Wanderungen durch die Mark Brandenburg vornahm, beschäftigte sich damit und berichtete zu seiner Zeit beispielsweise, dass sich das Flämingische bis weit in das 20. Jahrhundert erhielt.

Gemeint ist hier das zu den plattdeutschen Mark-Brandenburgischen Dialekten gehörende Flämingplatt, das deutliche Sprachreste aus dem Niederländischen enthält. Auch sagte er zu dieser Region, dass sich hier bis ins 17. Jahrhundert echte Fläminger befanden und schrieb vom “Richter Dümchen”, der zuletzt jene Tracht trug, die sich über 600 Jahre hielt. Damit meinte man den typischen spitzen Hut mit niedergeschlagenen Krempen, die ,laut Fontane, an jene der alten holländischen Bauern erinnern. Die altholländische Tracht, die in diesen Gegenden gebräuchlich war, konnte jedoch nicht so lange, wie die Sprache erhalten werden. Der Fläming zeichnet sich auch durch einige kulinarische Spezialitäten aus. Zu den bekanntesten darunter zählt beispielsweise der Klemmkuchen, eine Süßspeise, die im 12. und 13. Jahrhundert durch die Flamen eingeführt wurde. Auch heute noch werden die waffelartigen Kuchen, besonders zur Fastnacht, nach traditioneller Art, in dem typischen, reich verzierten Klemmkucheneisen auf offener Flamme gebacken.

Das Abendkleid

© ISO K° - photography - Fotolia.com

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Es lässt Männer- und Frauenherzen gleichermaßen höher schlagen, führt festliche Veranstaltungen zu ihrem glamourösen Charakter, macht den Roten Teppich zu einem Laufsteg und sonst zurückhaltende Geister zum atemberaubenden Hingucker. Das Abendkleid, Symbol der weiblichen Schönheit seit jeher, hat auch heute an seiner Beliebtheit und Faszination in der Modewelt nichts verloren. Viele warten ihr ein Leben lang auf den einen Anlass, für den sie einmal in die prachtvolle, schillernde Abendgarderobe schlüpfen dürfen, versehen mit langen edlen Stoffen, den richtigen Accessoirs und teurem Schmuck.

Was früher ruhig ein wenig zu pompös und weniger seriös wirken durfte, lässt viele heute nachdenklich die Stirn in Falten werfen. Denn das Abendkleid von heute will genauestens durchdacht und mit perfektem Styling ausgewählt werden. Es heißt nun nicht mehr, sich für einen Abend verkleiden zu dürfen, sondern vielmehr die eigenen Züge zu unterstreichen, der Hingucker des Abends zu sein und das möglichst nicht auf negative Weise. Denn vor allem bei wichtigen offiziellen Veranstaltungen ist der Tuschelfaktor am höchsten. Jede Dame wird bei Eintreffen zunächst einmal nach gewähltem Abendkleid bewertet, dicht gefolgt von Frisur, Make-Up und Begleitung. Doch leider nützen der schönste Mann an der Seite und die eindrucksvollste Haarpracht nichts, wenn der festliche Stoff am Körper zu wünschen übrig lässt.

Wer mit kleinen Pösterchen den Abendauftritt bewältigt, sollte so auf glänzende Stoffe und zu enge Schnitte möglichst verzichten. Ein blasser Teint sollte nicht mit dem Nude-Look kombiniert werden, sondern entsprechend Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Wintertyp mit schönen Farben unterstrichen werden. Nach wie vor im Trend bleibt Schwarz, obwohl auch kräftige Töne wie Violett oder ein knalliges Rot gerne am Abend glänzen dürfen. Am besten beraten ist jedoch, wer sich stets an die Farbnuancen hält, zur Person passen und nicht zur Verkleidung werden.

Greenshowroom im Berliner Adlon

 

© Jens Ottoson - Fotolia.com

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Im kommenden Januar steigt in Berlin wieder die Mercedes-BenzFashion Week. Und wieder stehen die Zeichen auf Grün. Denn der Bereich der grünen Mode wächst in den letzten Jahren zusehens, so wird auch der GREENshowroom, der im Rahmen der Berliner Fashion Week stattfindet, immer wichtiger. Wie der Name vermuten lässt, wird sich dabei alles um grüne Mode drehen. Im Rahmen der exklusiven Eco-Fashion-Messe GREENshowroom vom 18. bis 20. Januar 2012 werden Mode- und Lifestylelabel ihre einzigartigen und trendigen Stücke präsentieren, die ökologisch korrekt hergestellt wurden und aus fairem Handel stammen.

Die GREENshowroom wird im noblen Hotel Adlon direkt am Brandenburger Tor ausgetragen. In den luxuriösen Suiten des Berliner Hotels haben Fachbesucher die Möglichkeit, die neuen Herbst/Winter 12/13 Kreationen von internationalen, grünen Marken aus dem gehobenen Segment zu entdecken. Dabei werden bekannte Labels wie Wellicious, Schmidttakahashi, Materia Prima, Kaska Hass, Hanna felting oder RoyalBLUSH vertreten sein. Auch Neuzugänge sind dabei: 2012 begrüßt man das Ethical Fashion Label Steward+Brown. Das Label steht für ökologische Naturmaterialien und nachhaltige, sozialverträgliche Produktion. Stewart+Brown zählt zu den Vorreiter der modernen Green Fashion Bewegung und war eines der ersten Labels, die eine ökologische und faire Fertigung mit hochwertigem und trendorientiertem Design kombinieren. Bereits im Oktober 2011 wurde dem Label der WGSN Global Fashion Award verliehen. 

Höhepunkt des Events im Adlon wird die GREENshowroom Salonshow für geladene Gäste am 19. Januar 2012 sein. Dabei werden ausgewählte GREENshowroom-Designer ihre Kollektions-Highlights vorführen. Auch die breite Öffentlichkeit darf sich über die Messe freuen. Denn Parallel dazu findet – ebenfalls im Adlon – der GREENshop. Dabei können Endverbraucher, die Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil und sozial korrekte Kleidung legen, mit gutem Gewissen wunderschöne und hochwertige Mode einkaufen. 

Zeitgleich zum GREENshowroom feiert im kommenden Jahr die Partnerveranstaltung Ethical Fashion Show Berlin im ewerk ihre Premiere als eigenständige Messe. Anders als die Aussteller des GREENshowroom hat sich die Ethical Fashion Show Berlin auf nachhaltige Streetfashion und Casualwear spezialisiert. 

Der GREENshowroom im Hotel Adlon Kempinski, die Ethical Fashion Show Berlin im ewerk und die Mercedes-Benz Fashion Week am Pariser Platz werden an allen drei Veranstaltungstagen durch einen Shuttle-Service verbunden sein.

Öko auch bei Designern im Vormarsch

© buzz - Fotolia.com

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Der Umweltschutz rückt immer mehr in das Bewusstsein der Menschen, die auf diesem Planeten leben. Leben ist ein gutes Stichwort, wenn man darüber berichtet, auf welche Mode Wert gelegt wird. Denn auf dem Vormarsch sind immer mehr Öko-Labels, die mit Nachhaltigkeit und Design auf einmal punkten wollen. Das hat natürlich seinen Preis, doch bei diesen Klamotten kann man sich sicher sein, dass auch wirklich Fairtrade drin steckt.

In Wien gab es vor ein paar Jahren nur wenige Geschäfte und Boutiquen, die Mode aus nachhaltig produzierter Kleidung anbieteten. Mittlerweile hat sich das allerdings sehr schnell geändert, denn in Laufe der Zeit hat sich das Bewusstsein der Menschen verändert. War damals noch Massenware aus China, aufgrund ihres günstigen Preises und des schicken Designs, angesagt, wollen immer mehr Menschen Ökoware – und das nicht nur beim Essen und der Ernährung. Die Zahl der Läden in Wien steigerte sich jedenfalls, heute gibt es weit mehr als 30 Anbieter, früher waren es gerade mal fünf.

Dabei kommen die Textilien aus einem kontrollierten biologischem Anbau. Und auch bei der Haltung von Tieren wird darauf geachtet, dass diese gut gehalten werden. Wenn es allerdings um den Gesamtblick auf den Weltmarkt geht, dann trübt das ein wenig die Euphorie. Insgesamt nämlich halten Öko-Textilien nur 0,1 Prozent der rund 25 Millionen Tonen jährlich gepflückten Baumwolle inne. Das  bedeutet, dass das Groß der Menschheit auf diesem Planeten immer noch darauf setzt, Klamotten zu kaufen, dessen Baumwolle von Bäumen gekauft wurde, die mit Pestiziden verseucht wurden.

Bei allem Unfug sollte man auch bei der Bio-Mode darauf achten, dass auch wirklich das drin ist, was drauf steht. Dabei bietet das Gütesiegel “G.O.T.S” Sicherheit darüber, ob das Textil aus kontrolliertem Anbau hergestellt wurde.

Carine Roitfeld

In den letzten 30 Jahren veröffentlichte sie bereits Hunderte von Modestrecken bei ihrer Arbeit als Stylisten und Chef-Redakteurin bei der Vogue. Carine Roitfeld, die kleine Französin selbst, kann für ihr Schaffen keine treffende Bezeichnung finden und sagt so, sie gäbe immer “image maker” an, wenn man beim Zoll nach ihrer Berufsbezeichnung fragt.

Nach jahrelanger Arbeit mit Topmodels aus aller Welt, hat sie ihre Chef-Position bei der Vogue nun verlassen. Doch der Suche nach Bildern widmet sie weiterhin ihr Herz und veröffentlichte nun einen Bildband mit Namen “Irreverent”. Die Monographie enthält sämtliche ihrer Modestrecken, Interviews, Privatfotos und auch zahlreiche Dankeskarten von Fotografen, Models und Designern. Um den Erhalt des Bildes der feinsinnigen Pariserin war sie nie bemüht. So ließ sie Models im Schlachthaus posieren, einbandagiert wie nach einer Schönheits-OP oder in Kinderkleidern und Mündern voller Pillen, während Männer für Lingerie herhalten müssen. Zuletzt sorgte sie mit einer Vogue-Ausgabe für Entrüstung und weltweites Aufsehen, als sie darin Zehnjährige, posierend mit Smokey-Eyes und Colliers abbildete. Nun wird natürlich gemunkelt, dass genau diese negative Aufmerksamkeit auch Grund dafür war, warum dies ihre vorerst letzte Vogue-Ausgabe blieb.

Roitfeld selbst betont, nie gewollt zu haben, mit ihren Bildern zu schockieren, sondern sich in ihrem Humor zu oft missverstanden zu fühlen. Ihr Bilder zeugen von einem hedonistischen Zeitgeist der neunziger Jahre. Damals schaffte sie den großen Sprung, als Tom Ford Chefdesigner bei Gucci wurde und den Fotografen Mario Testino sowie Carine Roitfeld für die Werbekampagne engagierte. Die bis dahin eher solide Marke bekam mit ihren Bildern ein neues Gesicht.

Derzeit arbeitet Roitfeld als freie Stylistin und spricht mit Vorfreude über ihre nächsten Projekte.